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	<title>DMZ - Deutsche Militärzeitschrift</title>
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		<title>„Pegasus“ 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 07:44:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rettungs- und Evakuierungsoperation in Libyen
Zurzeit unterhält die Bundesrepublik Deutschland zu 195 Staaten diplomatische Beziehungen unterschiedlicher Intensität. Als Brückenkopf und Basis dienen dazu die insgesamt 229 deutschen Auslandsvertretungen – 152 Botschaften, 52 Generalkonsulate und diverse Ständige Vertretungen. Sie fungieren vorrangig als „Augen und Ohren“ der Bundesregierung, sind im Bedarfsfall aber auch deren „Stimme und Hände“. Eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a rel="attachment wp-att-595" href="http://www.d-mz.de/archives/594/a%c2%9cbergabe-bison-an-das-deutsche-heer-2"><img class="alignleft size-medium wp-image-595" title="Ãbergabe Bison an das Deutsche Heer" src="http://www.d-mz.de/wp-content/dateien/2012/04/87dmz3-300x148.jpg" alt="Ãbergabe Bison an das Deutsche Heer" width="300" height="148" /></a>Rettungs- und Evakuierungsoperation in Libyen</strong></p>
<p>Zurzeit unterhält die Bundesrepublik Deutschland zu 195 Staaten diplomatische Beziehungen unterschiedlicher Intensität. Als Brückenkopf und Basis dienen dazu die insgesamt 229 deutschen Auslandsvertretungen – 152 Botschaften, 52 Generalkonsulate und diverse Ständige Vertretungen. Sie fungieren vorrangig als „Augen und Ohren“ der Bundesregierung, sind im Bedarfsfall aber auch deren „Stimme und Hände“. Eine Hauptaufgabe der Mitarbeiter liegt in der Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den jeweiligen Ländern. Sie wahren und unterstützen dabei die Interessen deutscher Unternehmen und ebnen deren Weg. Ebenso setzen sie die außenpolitische Linie Berlins vor Ort um. Der Schutz von deutschen behördlichen oder halbbehördlichen Niederlassungen und ihrer Angestellten fällt grundsätzlich in den Bereich der deutschen Bundespolizei. Dem „Referat 107“ des Auswärtigen Amtes obliegt dabei die Federführung speziell beim Schutz der Auslandsvertretungen. Mit Unterstützung des Bundesnachrichtendienstes und des Bundeskriminalamtes wird für jede Niederlassung ein individuelles Konzept für die Kräfte des „Hausordnungs- und Objektschutzdienstes“ der Bundespolizei erarbeitet. Im Bundespolizeigesetz sind der Auftrag und Umfang der einzusetzenden Einheiten geregelt. Bei mangelnden Ressourcen leistet auf Antrag auch die Bundeswehr mit ihren umfangreichen Möglichkeiten Amtshilfe, zudem kann auf örtliche Sicherheitskräfte zurückgegriffen werden.         <span id="more-594"></span></p>
<p><strong>Zwangsläufiges Konfliktpotenzial</strong><br />
In der heutigen Zeit, in der aggressives Wirtschaftswachstum vielen Branchen als oberste Maxime gilt und eine stetig vorangetriebene Wirtschafts-Globalisierung dazu führt, daß eine Vielzahl von Unternehmen wie selbstverständlich Niederlassungen auf dem gesamten Erdball errichten und betreiben, wird nicht selten das örtlich jeweils vorherrschende, oft gänzlich andere Kultur- und Gesellschaftssystem nicht ausreichend be- und geachtet oder gänzlich ignoriert. Verständlich, daß dies meist zwangsläufig für Konfliktpotenzial sorgt.</p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland als Staat und Wirtschaftspartner wurde in den meisten Ländern der Erde bis vor kurzem als ein insgesamt stabiler und zuverlässiger Partner empfunden – man trat den Deutschen grundsätzlich mit Vertrauen und Wohlwollen gegenüber. Diese positive Stimmung schlug jedoch Ende 2010, nach der deutlichen Parteiergreifung der Bundesregierung während des so­genannten „Ara­bischen Frühlings“, gerade in der ara­bischen Welt teilweise in Ablehnung um. Die im Dezember in Tunesien ausgebrochene „Revolution“ die auf et­liche Staaten Nordafrikas übergriff, bedrohte plötzlich auch die dort lebenden deutschen Staatsbürger und deren Besitztümer. Die Unruhen griffen auf immer mehr Staaten des nördlichen Afrikas und der arabischen Halbinsel über. Die deutsche Botschaft in der libyschen Hauptstadt Tripolis be­obachtete diese Entwicklung mit großer ­Sorge. Nachdem es im Februar 2011 in der libyschen Hafenstadt Bengasi bei Protestaktionen zu dutzenden Toten kam, uferten die Reaktionen der Bevöl­kerung landesweit zu ­bürgerkriegsähnlichen Zuständen aus. ­</p>
<p>In solchen Situationen ist es die Aufgabe der deutschen Botschaft, Informationen zu beschaffen, die Situation neutral zu beobachten und zu analysieren. Parallel wird vor Ort die Krisenvorsorge für in Not geratene deutsche Staatsbürger übernommen.</p>
<p>Angesichts der zunehmenden, gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen libyschen Aufständischen und den Regierungstruppen sahen sich die Sicherheitsbehörden in Deutschland vor eine besondere Situation gestellt: Einerseits mußten die Auslandsvertretungen gegen Übergriffe durch Rebellen und andere marodierende Banden geschützt werden, auf der anderen Seite mußte eine Evakuierung der deutschen Staatsbürger koordiniert und abgewickelt werden.</p>
<p><strong>Sofortiges Handeln</strong><br />
Das Auswärtige Amt, durch den Bundesnachrichtendienst, die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt unterstützt, hat bei solchen Rettungs- und Evakuierungsoperationen die Federführung inne. Die einzelnen Behörden bringen ihre Kompetenzen und Ressourcen ein und ergänzen sich dabei. Da keiner der Dienste für globale Einsätze in dieser Größenordnung über die ausreichende personelle und materielle Stärke verfügt, leistet die Bundeswehr seit dem Jahr 2000 in solchen Fällen Amtshilfe. Das 2001 geschaffene Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) mit Sitz in Potsdam ist für die Planung und operative Führung grundsätzlich aller Einsätze verantwortlich. Sobald sich Krisensituationen andeuten, kann von hier aus bereits ein Krisenunterstützungsteam (KUT), bestehend aus Soldaten (in Zivil) und Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes, in das Einsatzland entsendet werden, um Möglichkeiten zu eruieren und Netzwerke aufzubauen, beziehungsweise zu aktivieren. Die KUTs unterstehen für die Dauer der Mission formell dem örtlichen deutschen Botschafter und haben beratende und unterstützende Funktion. Die Bundeswehr hält für den militärischen Teil von Evakuierungsoperationen ständig kurzfristig aktivierbare  Einheiten in Bereitschaft. Den Kern stellen dabei die hochflexiblen, luftlandefähigen und kampfstarken Fallschirmjäger dar. Bei Bedarf werden diese Verbände durch Spezialkräfte (Kommando Spezialkräfte, Sanitäter, Heeresflieger oder Lufttransportkapazitäten der Luftwaffe) ergänzt oder erweitert.</p>
<p><strong>Operation „Pegasus“</strong><br />
Als Mitte Februar 2011 die Aufständischen auf breiter Fläche den Umsturz vorantrieben und die libyschen Sicherheitskräfte die Sicherheit ausländischer Staatsbürger nicht mehr gewährleisten konnten, ließ die Deutsche Bundesregierung durch das Bundesministerium der Verteidigung am 21. Februar die Rettungs- und Evakuierungsoperation (EvakOp) „Pegasus“ anlaufen. Bereits 1997 hat die Bundeswehr eine Evakuierungsoperation („Libelle“) zur Rettung deutscher Staatsbürger im vom Bürgerkrieg zerrütteten Albanien erfolgreich durchgeführt.</p>
<p>Mit insgesamt sieben Transportflugzeugen vom Typ C-160 Transall des Lufttransportgeschwaders 62 errichtete ein Kontingent der Division Spezielle Operationen (DSO) am 25. Februar auf dem griechischen Stützpunkt Souda Air Base der Mittelmeerinsel Kreta eine Operationsbasis. Die Sicherung vor Ort stellten 100 Fallschirmjäger des Fallschirmjägerbataillons 373 aus dem niedersächsischen Seedorf und verschiedene Unterstützer sicher. Für die schnelle Luftevakuierung von Verletzten stand zusätzlich ein Airbus A310 in Deutschland bereit.</p>
<p>Parallel verlegte ein Einsatzverband der deutschen Marine, bestehend aus den Fregatten „Rheinland-Pfalz“ und „Brandenburg“ sowie dem Einsatzgruppenversorger „Berlin“, an die libysche Küste. Das deutsche Flottendienstboot „Oker“ stieß später als Aufklärer zum Verband dazu. Der Marineverband sollte im Bedarfsfall – quasi als „Plan B“ – die zu evakuierenden Bürger über die Hafenstädte aufnehmen und in Sicherheit bringen. Bereits in den folgenden Tagen und Nächten flogen die ersten Transall-Maschinen in den südöstlichen Teil der libyschen Wüste und nahmen in den Städten Nafoora-Jakharrah und Nafurah dutzende Europäer auf, die sich dort an den Sammelpunkten eingefunden hatten.  Zwei weitere Maschinen evakuierten später aus der Hauptstadt Tripolis weitere 130 EU-Bürger, davon 103 Deutsche. Die gesamte Operation war nicht geheim, wurde aber verdeckt durchgeführt. Das heißt, es wurden nur die Per­sonen informiert, die Führungsfunktionen innehatten und zum „inneren operativen Kreis“ gehörten. Die Aufnahmeaktionen der Zivilisten waren nicht ungefährlich, da die Landezonen zum Teil in umkämpften Gebieten lagen und nicht immer klar war, wer gerade die Oberhand hatte. Obwohl die Überflüge der Transall-Maschinen wegen des noch sporadisch vorhandenen zivilen Luftverkehrs angemeldet waren, gab es zahlreiche Unwägbarkeiten. Die Frontverläufe waren meist unklar und wechselten häufig. Zusätzlich feuerte die „Luftabwehr“ der Aufständischen oft unkoordiniert und willkürlich in den Himmel.</p>
<p><strong>Ruhe und Stärke</strong><br />
Nach der Landung auf den kleinen Flugplätzen übernahmen die Fallschirm- und Feldjäger die Nahsicherung und besetzten strategische Punkte. Die meisten Soldaten waren kampferprobt und brachten bereits einige Erfahrung aus mehreren Auslandseinsätzen mit. Die veräng­stigten Menschen auf der Rollbahn – Botschaftsangehörige, Ingenieure, Mitarbeiter von Firmen und deren Familien – liefen auf die offenen Luken der Transportmaschinen zu, mußten aber noch das Erkennungsdienstliche Verfahren über sich er­gehen lassen. Hier war es wichtig, daß die Soldaten Ruhe und Stärke ausstrahlten und den neuen Passagieren ein Gefühl der Sicherheit vermittelten. Bei laufenden Motoren mußte jede Person identifiziert und registriert werden, um die Übersicht nicht zu verlieren und die Ladekapazität sowie das Startgewicht des Flugzeuges nicht zu überschreiten. Nach rund 45 Minuten Standzeit konnten die Maschinen in der Regel wieder starten. Es ist niemand zurückgelassen worden. Viele der Evakuierten ließen erleichtert ihren Gefühlen freien Lauf und weinten. Es wurden während der bis zum 3. März dauernden EvakOp „Pegasus“  insgesamt 362 EU-Bürger ausgeflogen, davon 125 Deutsche.</p>
<p>Rolf Schmidt</p>
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		<title>„Eagle“ IV</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 07:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Züricher Flughafenpolizei rüstet auf
Die modernen Flughäfen der Weltmetropolen sind Dreh- und Angelpunkte ganzer Gesellschaften und Volkswirtschaften. Sie ermöglichen jährlich Millionen von Menschen einen schnellen Blick auf die schönen und fernen Plätze der Erde, und der Wirtschaft schnelle, flexible Transportkapazitäten. Damit gehören sie zur kritischen Infrastruktur ersten Ranges – und sind bei potenziellen Angreifern entsprechend begehrte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a rel="attachment wp-att-587" href="http://www.d-mz.de/archives/586/einsatzkontingent-isaf-in-afghanistan-3"><img class="alignleft size-medium wp-image-587" title="Einsatzkontingent ISAF in Afghanistan" src="http://www.d-mz.de/wp-content/dateien/2012/04/87dmz2-300x148.jpg" alt="Einsatzkontingent ISAF in Afghanistan" width="300" height="148" /></a>Züricher Flughafenpolizei rüstet auf</strong></p>
<p>Die modernen Flughäfen der Weltmetropolen sind Dreh- und Angelpunkte ganzer Gesellschaften und Volkswirtschaften. Sie ermöglichen jährlich Millionen von Menschen einen schnellen Blick auf die schönen und fernen Plätze der Erde, und der Wirtschaft schnelle, flexible Transportkapazitäten. Damit gehören sie zur kritischen Infrastruktur ersten Ranges – und sind bei potenziellen Angreifern entsprechend begehrte Ziele.<span id="more-586"></span><br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Steigende Bedrohung</strong><br />
Groß-Flughäfen sind als Anlage wuchtig im Ausmaß, aber gleichzeitig leicht verletzbar und filigran in ihrer Struktur.  Sie benötigen, gerade bei steigender Bedrohung durch terroristische Angriffe, besondere Aufmerksamkeit und Schutz. Ganze Heere von zivilen und behördlichen Sicherheitskräften führen auf den europäischen Flughäfen mit moderner technischer Ausrüstung diesen Auftrag aus. Auf dem Freigelände des Flughafens Zürich sorgt seit 27 Jahren das gepanzerte 6&#215;6-Radfahrzeug „Piranha“ von Mowag für die nötige Beweglichkeit der Polizeigrenadiere. Angepaßt an die neue Qua­lität der aktuellen Bedrohung durch hochgerüstete Kleinstgruppen oder Einzeltäter wurde im Oktober 2011 ein neues Einsatzfahrzeug an die Zürich Flughafen AG und die Flughafenpolizei Zürich übergeben.  Was zeichnet das neue Fahrzeug aus der General Dynamics  Mowag-Schmiede aus?</p>
<p><strong>Technische Daten</strong><br />
Der Name „Eagle“ deutet bereits die Stärken des Ve­hikels an. Es setzt mit seinen 5,40 Metern Länge und einer Breite von 2,20 Metern optisch einen neuen Maßstab. Mit einer Höhe von nur 2,40 Metern erlaubt die schnittige Gesamtform eine Straßengeschwindigkeit von beachtlichen 110 Stundenkilometern. Dabei bewältigt der „Eagle“ durch den permanenten Allradantrieb locker Steigungen von bis zu 60 Prozent, die auf Flugplätzen aber ohnehin eher eine Seltenheit sind. Mit einer Bodenfreiheit von 0,40 Metern und einem Böschungs­winkel von 40 Prozent Steigerung kann er jeden Geländepunkt des Flughafens sicher erreichen. Für ein Einsatzfahrzeug seiner Klasse hat der „Eagle“ einen kleinen Wendekreis von nur 15 Metern. Der 250 PS-Motor – ­6 Zy­linder-Turbodiesel gekoppelt – und das 5 Stufen-Automatikgetriebe verleihen dem „Eagle“ fast Flügel. Trotz seiner sieben Tonnen Leergewicht besitzt er auch im Gelände eine erstaunliche Mobilität. Dafür sorgt auch die hydraulisch unterstützte Lenkung. Die grob­stollige 335/80 R 20 Bereifung hat zusätzliche Notlaufeigenschaften. Für seine Aufgabe als Patrouillenfahrzeug ist das Vehikel mit einem Paket von Innovationen für den täglichen Dienst der Flughafenpolizei prä­pariert. Es hat dazu eine Nutzlast von bis zu drei Tonnen, was eine umfangreiche Beladung der Stauräume erlaubt. Die elektrisch geschweißten Panzerplatten weisen eine hohe Festigkeit auf und sind mit Halterungen für weitere Zusatzpanzerungen versehen. Im Innenraum-Modul finden fünf Beamte sicheren Platz und Schutz. Eine Dachluke ermöglicht es einem Präzisionsschützen, aus der Deckung heraus auf Angreifer zu wirken. Der große 180 Liter-Tank ermöglicht einen Einsatzradius bis zu 700 Kilometern, der zwar die eine oder andere Fahrt zur Tanksäule spart, auf dem Flughafengelände aber kaum ausgenutzt werden dürfte. Eine Klimaanlage erleichtert den Insassen bei jedem Wetter den täglichen Dienst. Neben dem hohen Schutzniveau  gegen  ballistische Bedrohungen verschiedener Kaliber verfügt das Fahrzeug auch über eine ABC-Schutzanlage. Im Winter gewährleisten die beheiz­baren Panzerglasscheiben immer eine klare Sicht. Alles in allem besitzt der „Eagle“ also eine hohe Durchsetzungsfähigkeit gegen unkonventionelle Bedrohungen.</p>
<p>Die unterschiedlichen Versionen der breit gefächerten „Eagle“-Familie sind bereits in vielen Armeen der Welt im globalen Einsatz. Unter anderem wurden fast 500 Fahrzeuge allein von der Bundeswehr für den Afghani­stan-Einsatz beschafft. Auch die deutsche Bundespolizei nutzt das Vehikel am Hindukusch.</p>
<p>Urs Wängler</p>
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		<title>Das „Super-U -Boot“</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 07:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Israel kauft ein sechstes U-Boot – Deut schland zahlt mit
Die israelische Marine wird ein weiteres hoch­modernes U-Boot aus deutscher Produktion erhalten. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und sein israelischer Amtskollege Ehud Barak nach langen Verhandlungen am 21. März. Die Verhandlungen haben sich über fast drei Jahre hingezogen, noch im November 2011 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a rel="attachment wp-att-581" href="http://www.d-mz.de/archives/579/einsatzkontingent-isaf-in-afghanistan-2"><img class="alignleft size-medium wp-image-581" title="Einsatzkontingent ISAF in Afghanistan" src="http://www.d-mz.de/wp-content/dateien/2012/04/87dmz1-300x148.jpg" alt="Einsatzkontingent ISAF in Afghanistan" width="300" height="148" /></a>Israel kauft ein sechstes U-Boot – Deut schland zahlt mit</strong></p>
<p>Die israelische Marine wird ein weiteres hoch­modernes U-Boot aus deutscher Produktion erhalten. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und sein israelischer Amtskollege Ehud Barak nach langen Verhandlungen am 21. März. Die Verhandlungen haben sich über fast drei Jahre hingezogen, noch im November 2011 hatte die Bundesregierung die Freigabe eingefrorener Gelder der Palästinensischen Auto­nomie­behörde von Israel gefordert. Dabei handelt es sich um Steuereinnahmen von Palästinensern, die Israel stellvertretend einnimmt und dann an die Autonomiebehörde überweist. Nachdem Palästina im Herbst 2011 als eigenständiges Mitglied in die UNESCO aufgenommen worden war, hatten die Israelis das Geld aus Protest zurückgehalten.<span id="more-579"></span></p>
<p>Israel nutzt bereits drei deutsche U-Boote der modernen „Dolphin“-Klasse, zwei weitere befinden sich in Bau beziehungsweise in Planung, sie sollen bereits 2012 und 2013 in Dienst gestellt werden. Nun ist ein sechstes hinzugekommen. Brisant: Die ersten beiden Boote waren ein „Geschenk“ der Bundesregierung, ihr Kauf wurde von Deutschland finanziert. Das dritte U-Boot teilte man sich schon zur Hälfte. Ab dem vierten Boot werden noch ein Drittel der Kosten vom deutschen Staat bezahlt – immerhin 135 Millionen Euro pro Boot. Ausschlaggebend dürfte hier das Sicherheitsinteresse Israels gewesen sein. Beachtet werden muß aber auch, daß auf diesem Wege die deutschen Werften indirekt subventioniert werden.</p>
<p><strong>„Spitze deutscher U-Boottechnologie“</strong><br />
Ab dem vierten U-Boot sollen die Boote bereits der zweiten Generation der „Dolphin“-Klasse angehören. Die Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) – die größte deutsche Werft überhaupt –, die die Boote in Zusammenarbeit mit den Nordseewerken Emden baut, hat das vierte Boot bereits im Februar zu Wasser gelassen. Beide Werften gehören zu ThyssenKrupp Marine Systems. Das Boot ist 68 Meter lang und damit das größte U-Boot, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gebaut wurde. Über technische Details und Ausstattung schweigen sich sowohl die Werften als auch Israel aus. Das Boot ist in Kiel teilweise mit Planen bedeckt, um die Spionage zu erschweren, außerdem patrouilliert die Küstenwache des Bundes im Bereich des U-Bootes. Die „Dolphin“-Klasse-Boote basieren im Ursprung auf der 209-Klasse, sind aber deutlich größer. Sie wiederum sind der Vorgänger der Klasse 212. Die Klassen 212 und 214 (im Prinzip das für den Export entwickelte Pendant der 212er) waren weltweit die ersten Boote mit außenluftunabhängigem Brennstoffzellenantrieb. HDW selber bezeichnet die Boote als die bis­herige „Spitze deutscher U-Boottechnologie“. Gerade die Klasse 214 stieß international auf außerordentliches Interesse. Die neue Generation der „Dolphin“-Klasse übernimmt das Antriebsprinzip dieser Klassen. Damit können die Boote über einen langen Zeitraum tiefgetaucht operieren. Andere konventionelle U-Boote müssen regelmäßig auftauchen, um die entleerten Batterien wieder zu laden. Der Dieselmotor ermöglicht weiterhin Hochleistungsfahrten über Wasser. Die Innentechnik ist kaum bekannt, es muß allerdings davon ausgegangen werden, daß auch hier hochmoderne Ausrüstung verbaut wurde. Es gilt als wahrscheinlich, daß Isreal nach dem Kauf auf eigene Technik umrüstet. Elektronische Komponenten wurden auch bei den ersten drei U-Booten zum Teil ersetzt.</p>
<p><strong>Überzeugende Bewaffnung</strong><br />
Die „Dolphin“-Klasse verfügt über ein ungemein effizientes Waffenaustreibungssystem mit höchster Feuerkraft und semiautomatischer Nach­ladevorrichtung für zehn Waffenrohre unterschiedlicher Kaliber. Damit können Torpedos sowie weitreichende Raketen abgefeuert werden. Außerdem sind die Boote über die Waffenrohre in der Lage, Minen zu verlegen. Experten sind sich einig, daß die „Dolphin“-Boote neben Seeziel-Raketen aller Wahrscheinlichkeit nach auch mit Atomsprengköpfen bestückte Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 1.500 Kilometern verschießen können. Dies ist in der Tat wahrscheinlich. Israel wäre damit in der Lage, von See aus einen atomaren Zweitschlag zu führen, sollte das Land selber mit Atomwaffen angegriffen werden.</p>
<p>In jedem Fall wird Israel mit den „Dolphins“ über einige der weltweit leistungsfähigsten und modernsten konventionellen U-Boote verfügen. Die Kieler Nachrichten sprachen im Zusammenhang mit der „Dolphin“-Klasse bereits von einer „Geheimwaffe“, der Nachrichtensender n-tv bezeichnete sie als „Super-U-Boote“.</p>
<p>Karsten Herold</p>
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		<title>Ehrentag für Veteranen!</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 07:34:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Bundes-verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich für die Festlegung eines Ehrentags für Bundeswehr-Einsatzveteranen ausgesprochen. Vor kurzem hatte bereits der Wehr­­beauftragte des Bundes­tages, Hellmut Königshaus (FDP), die mangelnde Anerkennung von Veteranen in der Gesellschaft beklagt. „Wir haben uns bisher davor gedrückt“, räumte nun auch de Maizière ein. De Maizière aber stellt klar, was auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundes-verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich für die Festlegung eines Ehrentags für Bundeswehr-Einsatzveteranen ausgesprochen. Vor kurzem hatte bereits der Wehr­­beauftragte des Bundes­tages, Hellmut Königshaus (FDP), die mangelnde Anerkennung von Veteranen in der Gesellschaft beklagt. „Wir haben uns bisher davor gedrückt“, räumte nun auch de Maizière ein. De Maizière aber stellt klar, was auch viele Soldaten denken: „Es ist überfällig!“ Der Minister schlug zunächst den Volkstrauertag als Ehrentag für die Veteranen vor, erhielt dafür aber keine ­Zustimmung. Königshaus brachte stattdessen den 2. April ins Gespräch. Am 2. April 2010 sind bei einem Anschlag auf die Bundeswehr drei Soldaten im ISAF-Einsatz gefallen. In Berlin läuft eine Diskussion um den Ehrentag nur langsam an. Die Linken werfen dem Minister vor, er würde die Militarisierung der Gesellschaft vorantreiben. Wenig konstruktiv zeigt sich auch der SPD-Wehr­experte Rainer Arnold. Er kann sich „eher nicht“ vorstellen, daß ein Ehrentag für die Veteranen „hohe Priorität“ habe.</p>
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		<title>NATO-Manöver in der Arktis</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 07:33:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[OSLO/STOCKHOLM. Die NATO hat Mitte März ein großangelegtes Militärmanöver auf schwedischem und norwegischem Territorium in der Arktis durchgeführt, an dem sich 14 Staaten beteiligten – darunter die Militärmächte Großbritannien, Frankreich und USA. Offiziell sollten klassische Konflikthandlungen sowie Reaktionen auf Terroranschläge auf hoher See geübt werden. 
Vor allem russische Militärs und Experten sehen allerdings einen anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>OSLO/STOCKHOLM. Die NATO hat Mitte März ein großangelegtes Militärmanöver auf schwedischem und norwegischem Territorium in der Arktis durchgeführt, an dem sich 14 Staaten beteiligten – darunter die Militärmächte Großbritannien, Frankreich und USA. Offiziell sollten klassische Konflikthandlungen sowie Reaktionen auf Terroranschläge auf hoher See geübt werden. <span id="more-572"></span><br />
Vor allem russische Militärs und Experten sehen allerdings einen anderen Hintergrund. In der Arktis schlummern reiche Erdgas-, Öl- und sogar Diamantenvorkommen, die in Zukunft vom schmelzenden Eis freigelegt werden könnten. Bereits jetzt gibt es territoriale Streitigkeiten um die entsprechenden Gebiete, in die unter anderem NATO-Staaten, aber auch Rußland und China involviert sind. Die Militärübung in diesem Gebiet könnte eine Demonstration der Stärke der NATO sein, mutmaßt unter anderem Igor Korotschenko, Chefredakteur der russischen Zeitschrift Nazionalnaja besopasnost (Nationale Sicherheit). Immerhin hätte dieselbe Übung auch auf kanadischem Territorium abgehalten werden können, anstatt in direkter Nähe Rußlands. Rußland wird als Reaktion seine Nordflotte umfangreich modernisieren. Außerdem werden derzeit zwei neue arktische Brigaden aufgestellt.</p>
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		<title>Mit Bullenkräften</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 08:09:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das schwere Berge- und Abschleppfahrzeug „Bison“
Der Bison des Tierreichs ist bekannt für seine Größe, seine breiten Schultern und seine Kraft – ein König der Prärie. Naheliegend, daß das kräftige Wildrind als Namensgeber für das neue schwere, geschützte Berge- und Abschleppfahrzeug (sGeBAF) der Bundeswehr herhalten darf. Sein Vetter, der Büffel, lieh unlängst bereits dem Bergepanzer 3 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a rel="attachment wp-att-552" href="http://www.d-mz.de/archives/551/a%c2%9cbergabe-bison-an-das-deutsche-heer"><img class="alignleft size-medium wp-image-552" title="Ãbergabe Bison an das Deutsche Heer" src="http://www.d-mz.de/wp-content/dateien/2012/02/86dmz3-300x148.jpg" alt="Ãbergabe Bison an das Deutsche Heer" width="300" height="148" /></a>Das schwere Berge- und Abschleppfahrzeug „Bison“</strong></p>
<p>Der Bison des Tierreichs ist bekannt für seine Größe, seine breiten Schultern und seine Kraft – ein König der Prärie. Naheliegend, daß das kräftige Wildrind als Namensgeber für das neue schwere, geschützte Berge- und Abschleppfahrzeug (sGeBAF) der Bundeswehr herhalten darf. Sein Vetter, der Büffel, lieh unlängst bereits dem Bergepanzer 3 seinen Namen. Der Mercedes-Benz Actros 4151 AK 8&#215;8 „Bison“ verleiht den Streitkräften nun im wahrsten Sinne des Wortes „Bullenkräfte“.<span id="more-551"></span></p>
<p>Der Bedarf nach einem schweren Bergefahrzeug hat sich gerade in Einsatzszenarien wie im Kosovo und in Afgha­­ni­stan seit langem abgezeichnet. Der „Bison“ wird dem nun gerecht. Gut geschützt, sind das Gefährt und seine zwei Mann Besatzung in der Lage, jedes im Einsatz befindliche Radfahrzeug der Truppe auch unter Gefechtsbedingungen schnell und sicher zu bergen – ein absolutes Muß für die deutsche „Recovery Task Force“ (Bergebereitschaft), die liegengebliebene Fahrzeuge zurück zu den Stützpunkten transportiert.</p>
<p><strong>Beschaffung in Rekordzeit</strong><br />
Dabei ist das Fahrzeug nur bedingt eine Neuentwicklung. Der Mercedes-Benz Actros befindet sich bereits seit 1996 in der Produktion. Die gepanzerte Version ist in Kooperation mit dem österreichischen Spezialfahrzeughersteller EMPL entwickelt worden und bei mehreren verbündeten Streitkräften, zum Beispiel seit 2009 in Kanada, bereits im Dienst. Das Fahrerhaus des „Bison“ wurde in Zusammenarbeit mit der südafrikanischen Firma Land Mobility Technologies entwickelt. Als TEP-90 (Truppen-Entstrahlungs-Entseuchungs-Entwesungs-Entgiftungs-Platz) ist der Lastkraftwagen auch bei der Bundeswehr bereits bekannt. Mehrere TEP-90 befinden sich seit längerem auch in Afghanistan, wo sie ohne Container als besonders kräftige „Geschützte Transportfahrzeuge“ (GTF) Verwendung finden. Die Bundes­wehr ist zuversichtlich, daß sich der Actros auch als Bergefahrzeug „Bison“ bewähren wird. „Beim Bison handelt es sich um ein Einsatzfahrzeug mit hoher Leistungsfähigkeit und hervorragendem Schutz zur Bergung von schweren, geschützten Fahrzeugen“, erklärte dazu Brigadegeneral Klaus von Heimendahl, stellvertretender Kommandeur der 13. Panzergrenadierdivision. Der General hat den ersten der zwölf von der Bundeswehr beschafften „Bisons“ gemeinsam mit Hans Thünemann, dem Vertreter des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung, im Dezember 2011 feierlich übernommen.</p>
<p>Es war auch die 13. Panzergrenadierdivision, die während ihres letzten Einsatzes in Kunduz 2010 den Bedarf eines gepanzerten Abschleppfahrzeuges angemahnt hatte. Bereits seit Januar ist das Fahrzeug nun bei den Aus­bildungs- und Schutzbataillonen in Kunduz und Mazar-e Sharif im Afghanistan im Einsatz. Auch die Beschaffung des Bergefahrzeugs lief in Rekordzeit: Erst im März 2011 hatte das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) Mercedes mit der Herstellung und Lieferung beauftragt. Mercedes liefert mit dem „Bison“ auch Sonderwerkzeuge, Ersatzteile und ein Komplettpaket für den sogenannten Integrated Logistic Support (integrierte lo­­-gi­stische Unterstützung). Die sofortige Einsatzfähigkeit der Bergefahrzeuge stellte der Hersteller durch eine intensive Ausgangskontrolle der Fahrzeuge auf dem Mercedes-Benz-Testgelände sicher. Dennoch hat die Bundeswehr die Fahrzeuge nach eigenen Vorstellungen für den Auslandseinsatz aufgerüstet. „Für diese Zwecke gibt es kein Fahrzeug, das so gut geschützt ist“, erklärte Flottillen­admiral Wolfgang Bremer vom Lokistikzentrum der Bundeswehr in Wilhelmshaven. Trotzdem hat man offenbar noch etwas nachgeholfen. „Neudeutsch würde man sagen, wir ,pimpen‘ die Bisons“, scherzte Bremer. Man mache „die Fahrzeuge kriegsfähig“.<strong> </strong></p>
<p><strong>Abschlepp-Koloß</strong><br />
Da der „Bison“ auf dem Actros 4151 AK 8&#215;8 basiert, verfügt er über vier angetriebene Achsen und – nicht zuletzt auch deswegen – über eine extrem hohe Geländegängigkeit. Der Dieselmotor leistet 503 Pferdestärken bei 1.800 Umdrehungen pro Minute und ermöglicht dem „Bison“ Geschwindigkeiten bis 85 Stundenkilometer – im Abschleppbetrieb immer noch 80. Damit ist das Bergefahrzeug ein Kraftprotz, der seinem Namensgeber aus der Tierwelt allemal gerecht wird. Das gilt nicht minder für seine Ausmaße, denn mit mehr 10,8 Metern Länge, 2,8 Metern Breite und 3,45 Metern Höhe ist der „Bison“ ein Koloß, der seinesgleichen sucht.</p>
<p>Bis zu 48 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht kann das Bergevehikel stemmen. Es verfügt über einen hydrau­lischen Unterfahrlift, der mit einem mobilen Bedienteil exakt an das abzuschleppende Fahrzeug herangeführt werden kann. Der Lift hebt eine Last von bis zu 16 Tonnen, womit es kein Radfahrzeug bei der Bundeswehr gibt, das er nicht problemlos abschleppen könnte. Für jedes Ve­hikel hält der „Bison“ einen entsprechenden Lift-Adapter bereit, um die Fahrzeuge optimal an der Abschlepp­vorrichtung befestigen zu können. Müssen die ab­zutransportierenden Fahrzeuge zunächst geborgen werden, ist der  „Bison“ auch darauf hervorragend vorbereitet. Er verfügt über eine am Heck befindliche 300 Kilonewton starke Bergewinde – mit der Kraft des 503 PS-Motors kann das Bergevehikel die meisten Radfahrzeuge der Bundeswehr pro­blemlos aus schwierigen Lagen herausziehen. Auf dem Fahrzeugaufbau befindet sich zudem ein Hydraulik-Tieffaltkran, der weitere Bergemöglichkeiten bietet und bis zu 7,5 Tonnen heben kann. Darüber hinaus kann auch die Selbstbergewinde – mit deren Hilfe sich der „Bison“ auch aus eigener Kraft aus unvorteilhaften Positionen befreien kann – zur Bergung anderer Fahrzeuge genutzt werden. Diese Frontwinde hat immerhin noch 100 Kilonewton Zugkraft. Von der Funktionalität des „Bison“ konnte sich die Truppe bereits überzeugen. Bei einer dynamischen Vorführung der Logistikschule der Bundeswehr schleppte das Bergefahrzeug problemlos einen havarierten, umgekippten Lkw ab.</p>
<p><strong>Optimaler Schutz</strong><br />
Seiner Besatzung bietet das Fahrzeug dabei hervorragenden Schutz. Die schwer gepanzerte Kabine hält Geschossen bis zu einem Kaliber von 14,5-mm Stand. Auch vor improvisierten Sprengfallen (IEDs), wie sie oft von irregulären Feinden wie beispielsweise den Taliban in Afghanistan verwendet werden, sind die Soldaten geschützt. Sogar Explosionen von bis zu zehn Kilo schweren Panzerminen unter dem Rumpf können der Besatzung nichts anhaben. Der Bison bietet damit einen Insassen-Schutz, der den Vergleich mit einem modernen Schützenpanzer nicht scheuen braucht. Die Erfahrungen der Bundeswehr im ISAF-Einsatz haben allerdings deutlich gemacht, daß dies auch nötig ist. Brigadegeneral von Heimendahl jedenfalls zeigt sich zuversichtlich, daß die „Bisons“ sich im Einsatz „bewähren und alle am Ende wieder heil nach Hause kommen“.</p>
<p>Ulli Vader</p>
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		<title>Die Sorgen der Bundeswehr</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 08:06:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wehrbericht: Mängelwirtschaft und Skurriles
Mittlerweile ist es mehr als 40 Jahre her, daß der FDP-Politiker Hellmut Königshaus seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr leistete. In den Jahren 1970 bis 1972 lernte er das Innenleben der Truppe kennen. Und jeder weiß: Damals herrschte noch ein rauher Wind. Im Osten drohte der kommunistische Warschauer Pakt, ein Teil der Bundeswehroffiziere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a rel="attachment wp-att-546" href="http://www.d-mz.de/archives/545/einsatzkontingent-isaf-in-afghanistan"><img class="alignleft size-medium wp-image-546" title="Einsatzkontingent ISAF in Afghanistan" src="http://www.d-mz.de/wp-content/dateien/2012/02/86dmz2-300x148.jpg" alt="Einsatzkontingent ISAF in Afghanistan" width="300" height="148" /></a>Wehrbericht: Mängelwirtschaft und Skurriles</strong></p>
<p>Mittlerweile ist es mehr als 40 Jahre her, daß der FDP-Politiker Hellmut Königshaus seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr leistete. In den Jahren 1970 bis 1972 lernte er das Innenleben der Truppe kennen. Und jeder weiß: Damals herrschte noch ein rauher Wind. Im Osten drohte der kommunistische Warschauer Pakt, ein Teil der Bundeswehroffiziere hatte noch selbst ge­rademal 30 Jahre vorher in Rußland gekämpft. Wehrdienst war kein Zuckerschlecken, die Armee diente der Landesverteidigung und niemand sprach von „Bundeswehrreformen“ oder „Attraktivitätsmängeln“ bei der Truppe.<span id="more-545"></span></p>
<p>Heute ist Königshaus „Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages“. Zu seinen Aufgaben gehört die alljährliche Präsentation des Wehrberichtes, der über die Sorgen und Nöte der Bundeswehrangehörigen Auskunft geben soll. ­Doch der Bericht zeigt vor allem eines: Während dort über allerlei Skurrilitäten aus dem deutschen Armee­alltag detailliert berichtet wird, spart man die tatsächlich wichtigen Fragen weitgehend aus.</p>
<p>Im Wehrbericht findet man manches Verwunderliche. So moniert Königshaus tatsächlich, daß auf dem Kasernenhof ein Kasernenhofton herrscht. Vor allem die Kom­paniefeldwebel – die „Spieße“ – der Bundeswehr seien es, die da ab und an über die Stränge schlügen, so der Wehrbericht: „Auch Kompaniefeldwebel stellten durch beleidigende Äußerungen wie ,Pflaume‘, ,hohle Frucht‘, ,Mastschweine‘ oder ,hasenartige Freunde‘ ihre Eignung in Frage und mußten disziplinar gemaßregelt werden.“ Königshaus dürfte beim Verfassen dieser Passage wohl selber geschmunzelt haben. Der Umstand, daß die Spieße der Bundeswehr keine sensiblen Sozialarbeiter sind, sondern eher herzhafte Zupacker, dürfte niemanden über­raschen, der selber einmal in der Bundeswehr diente – auch nicht Königshaus.</p>
<p><strong>„gravierende Unsicherheit“</strong><br />
Und auch in einem anderen, wichtigen Feld herrsche „gravierende Unsicherheit“ bei den Soldaten der Bundeswehr: „Seit Jahren klagen Soldatinnen und Soldaten über Maßregelungen wegen angeblicher Verstöße gegen die Regelungen zum äußeren Erscheinungsbild.“ Die Bundeswehrangehörigen beschäftige, „welche Haartracht und welcher Schmuck, welche Tätowierungen und Piercings erlaubt sind“, so der Wehrbericht. Doch hier verspricht der Wehrbeauftragte schnelles Handeln: „Das Bundesministerium der Verteidigung hat nun eine solche Überarbeitung der Vorschriften als Neufassung innerhalb der ZDv 37/10 unter einem eigenständigen Kapitel ,Äußeres Erscheinungsbild‘ für Juli 2013 angekündigt. Unverständlich ist, warum die angekündigte Überarbeitung nicht schon lange geschehen ist.“ Da ist der Wehrbeauftragte ganz bei seiner Truppe.</p>
<p>Ein besonderes Augenmerk richtet Königshaus zudem auf Vorfälle von „Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit“ bei der Bundeswehr, wie dem Bericht zu entnehmen ist. Daß bei der Truppe mit derzeit etwa 205.000 Soldaten gerademal 63 besondere Vorkommnisse dieser Art gemeldet wurden, ist für Königshaus kein Grund zur Entwarnung: „Insbesondere jungen Mannschaftssoldaten fehlte in vielen Fällen die nötige Reife, ihr unbotmäßiges Handeln zu erkennen. Bedenklich ist, daß vereinzelt auch Unteroffiziere auffällig wurden. In allen bekanntgewordenen Fällen wurde von den zuständigen Vorgesetzten konsequent und unnachsichtig eingeschritten. Das ist auch notwendig.“ „Kon­sequent und unnachsichtig“ wurde beispielsweise ein Feldwebel bestraft, der während eines Lehrgangs auf seiner Stube eine Szene aus der US-amerikanischen Trickfilmserie Family Guy nachspielte, in der gefragt wird, ob „die Juden“ noch da seien. Königshaus meldet in diesem Fall schnellen Vollzug: „Gegen den betroffenen Soldaten wurde eine empfindliche Disziplinarbuße verhängt. Im übrigen wurde er vom Lehrgang abgelöst.“</p>
<p>Doch an die eigentlichen Problemfelder wagt sich der Wehrbericht nicht heran. Es scheint mehr als unwahrscheinlich, daß sich die Soldaten der Bundeswehr zwar intensiv Gedanken um ihre Haar- und Barttracht machen, den Sinn und Zweck der deutschen Auslandseinsätze aber nicht hinterfragen. Im Kapitel 4 des Königshaus-Berichtes, das verheißungsvoll mit „Auslands­einsätze“ überschrieben ist, geht es vor allem um Material- und Ausbildungsmängel sowie um die sozialen Probleme der Soldaten im Einsatz. Dabei sind im vergangenen Jahr in Afghanistan sieben Bundeswehrsoldaten gefallen, 44 wurden verwundet. Und im KFOR-Einsatz im Kosovo wurden 19 deutsche Soldaten verwundet.</p>
<p><strong>Bewaffnung und Ausbildung</strong><br />
Vor allem die Mängel, die sich hinsichtlich der Bewaffnung und Waffenausbildung der deutschen Soldaten zeigen, lassen dem Leser des Wehrberichts die Haare zu Berge stehen: „Erhebliche Engpässe gab es bei gegurteter Gefechtsmunition für das MG 3, Gefechtsmunition für die Pistole P 8 sowie Munition im Kaliber 40 x 46 mm. Dieses Fehl führte zu Einschränkungen bei der Ausbildung in der Luftwaffe und einem sogenannten ,Engpaßmanagement‘ im Heer.“ Und „Management“ ist auch das richtige Stichwort: Denn gleichzeitig sitzt die Bundeswehr auf einem Altbestand von 227 Millionen Patronen im NATO-Kaliber 7,62 x 51 mm (für das MG 3, aber auch für das Sturmgewehr G3), der noch aus der Zeit des Kalten Krieges stammt. 16 Depotmitarbeiter sowie 14 Sol­daten seien nun mit der Arbeit beschäftigt, diesen gigan­tischen Munitionsberg zu sichten, um die brauchbaren Patronen für Ausbildung und Einsatz auszusortieren. ­Etliche Patronen seien durch die lange Lagerung beschädigt oder verrostet. Der Bundesrechnungshof beziffert den Schaden, der durch die unsachgemäße Lagerung entstanden ist, auf 63 Millionen Euro.</p>
<p>Und auch ansonsten scheint es im Einsatz an allen Ecken und Enden Mängel zu geben. Da fehlen Winden an Hubschraubern, und im Transportpanzer „Fuchs“ sind die Sitze so schmal, daß ein Soldat mit voller Ausrüstung darauf gar nicht sitzen kann. „In einem Fall kam es aufgrund der fehlenden Waffenhalterung zu einer ungewollten Schußabgabe im Innenraum eines TPz ,Fuchs‘, bei der ein Soldat verletzt wurde“, heißt es im Wehrbericht. Schutzwesten schafften sich Soldaten oftmals auf eigene Kosten selber an, da es auch dort erhebliche Versorgungsmängel gebe. Und ihren Schutz lassen sich die Soldaten einiges kosten: „Nach Berichten aus der Truppe wenden nicht wenige Soldaten 1.000 Euro, teilweise auch deutlich mehr, für solche Eigenbeschaffungen auf.“ Auch Störsender gegen ferngezündete improvisierte Sprengsätze sind Mangelware, dabei stellen solche Bomben eine der Hauptgefahren für die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan dar.</p>
<p><strong>Eklatante Mängel</strong><br />
Man fragt sich, weshalb jene eklatanten Mängel in der Truppe, die Gefahr für Leib und Leben der deutschen Soldaten darstellen, nicht mit genau der gleichen Kon­sequenz und Unnachsichtigkeit behoben werden, wie andererseits etwa angeblich rechtsradikale Vorfälle verfolgt werden. Jedenfalls zeigt der Bericht von Hellmut Königshaus vor allem eines: Rechtsradikalismus, Kasernenhofton und Piercings scheinen das geringste Problem einer Armee zu sein, deren Soldaten sich im Krieg auf eigene Kosten überlebenswichtige Ausrüstungsgegenstände kaufen müssen.</p>
<p>Markus Schwerdtfeger</p>
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		<title>Pilotprojekte</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 08:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bundesheer wird zum Versuchskaninchen
Vor einem Jahr ist er gescheitert, jetzt startet er ­­einen neuen Anlauf: Österreichs Verteidigungs­minister Norbert Darabos (SPÖ) möchte das Bundesheer reformieren – und dabei am liebsten gleich die Wehrpflicht abschaffen. Der Gegenwind aus Politik und vor allem Militär ist groß – die Wehrpflicht hat Tradition, ist in der Gesellschaft fest verankert und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a rel="attachment wp-att-539" href="http://www.d-mz.de/archives/538/86dmz1"><img class="alignleft size-medium wp-image-539" title="86dmz1" src="http://www.d-mz.de/wp-content/dateien/2012/02/86dmz1-300x148.jpg" alt="86dmz1" width="300" height="148" /></a>Bundesheer wird zum Versuchskaninchen</strong></p>
<p>Vor einem Jahr ist er gescheitert, jetzt startet er ­­einen neuen Anlauf: Österreichs Verteidigungs­minister Norbert Darabos (SPÖ) möchte das Bundesheer reformieren – und dabei am liebsten gleich die Wehrpflicht abschaffen. Der Gegenwind aus Politik und vor allem Militär ist groß – die Wehrpflicht hat Tradition, ist in der Gesellschaft fest verankert und wird von vielen Experten überdies für zweck­­mäßiger und kosten­günstiger als ein ­Berufsheer ­gehalten. Doch der ­Minister läßt sich nicht um­­stimmen. Am 23. Ja­nuar stellte er nun drei „Pilotprojekte“ vor, mit deren Hilfe die Funktionalität eines Berufsheeres getestet werden soll.<span id="more-538"></span></p>
<p>Der erste Ansatz sieht vor, zwei jeweils 115 Mann starke Pionierkompanien in Salzburg und Niederösterreich ausschließlich aus freiwilligen Milizionären aufzustellen. Die Soldaten erklären sich bereit, pro Jahr rund zwei Wochen für Einsätze und Übungen zur Ver­fügung zu stehen – dafür bekommen sie eine Jahresprämie von 5.000 Euro. Über eine Million Euro werden allein ­­die Prämienzahlungen verschlingen, gibt Generalstabschef Edmund Entacher bekannt. Entacher ist glühender Verfechter der Wehrpflicht, hat sich mit Darabos deshalb vor knapp einem Jahr überworfen und wurde von diesem ­entlassen. Im November kehrte er zurück – die Berufungskommission hob den Ministerentscheid ersatzlos auf.</p>
<p>Das zweite „Pilotprojekt“ sieht vor, das Jägerbataillon 25 als „Musterverband“ zukünftig komplett aus Berufs- und Zeitsoldaten zusammenzusetzen. 150 Männer haben diesen Status bereits, weitere 350 müssen rekrutiert werden. Dafür muß das Bataillon auf die derzeit 220 Wehrpflichtigen verzichten. Darabos dürfte die recht gut aufgestellte Einheit nicht umsonst als „Musterverband“ gewählt haben. Sie ist das einzige Luftlandebataillon Österreichs, kann auf eine lange Einsatztradition zurückblicken und gilt damit ohnehin als Leistungsträger. Anfang 2014 soll das Bataillon zu ersten Einsätzen im Inland befähigt sein und ab Juli 2014 volle Einsatzbereitschaft erreichen.</p>
<p>Darüber hinaus sollen auch sechs ganze Militärstandorte – dar­unter das Ministerium – in Zukunft komplett ohne Wehrpflichtige auskommen. Doch die sind das Öl im Getriebe des Bundesheeres: Kö­che, Wachsoldaten, Fahrer und Gehilfen aller Art müssen nun ersetzt werden – zu großen Teilen durch teure Zivilbedienstete. Pro Jahr sollen etwa 350 Soldaten ausgela­gert werden.</p>
<p><strong>„Sicherheit des Landes gefährdet“</strong><br />
Insgesamt werden die Versuche zwischen acht und zehn Millionen Euro verschlingen. Wie genau das finanziert werden soll, ist unklar. Aus „Umschichtungen“ im regulären Budget, erklärte Darabos lediglich. Er halte die Kosten trotz der sowieso knappen Mittel für gerechtfertigt. Die Projekte seien zwar teurer als der Regelbetrieb. Der Minister ist sich aber dennoch sicher, daß ein Berufsheer nicht mehr kosten würde als derzeit die Wehrpflicht. Von „verpulvertem Budget“ sprach dagegen ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits. Die „Pyramidenspiele“ des Ministers würden „die Sicherheit des Landes gefährden“. Diese Einschätzung teilt auch die Offiziersgesellschaft. Roland Zellot, Sprecher der Freiheitlichen in Kärnten (FPK), sprach gar von einem „Feldzug gegen das Bundesheer“.</p>
<p>Jörg Eisensee</p>
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		<title>BND-Agenten in Pakistan enttarnt</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 08:00:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der nordwestpakistanischen Stadt Peschawar wurden drei mutmaßliche Agenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) enttarnt. Die örtliche Po­lizei nahm am 21. Januar zwei Männer und eine Frau fest und schloß ein inoffizielles BND-Büro in der Stadt, dessen Existenz seit Jahren ein of­fenes Geheimnis war. Festgenommen wurden die BND-Spione offiziell, weil sie keine Aufenthaltsgenehmigung für die Region vorweisen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der nordwestpakistanischen Stadt Peschawar wurden drei mutmaßliche Agenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) enttarnt. Die örtliche Po­lizei nahm am 21. Januar zwei Männer und eine Frau fest und schloß ein inoffizielles BND-Büro in der Stadt, dessen Existenz seit Jahren ein of­fenes Geheimnis war. Festgenommen wurden die BND-Spione offiziell, weil sie keine Aufenthaltsgenehmigung für die Region vorweisen konnten und sich als Mitarbeiter der Entwicklungshilfeorganisation GIZ ausgaben, obwohl sie offiziell als diplomatische Mitarbeiter der deutschen Botschaft im Land waren.<span id="more-535"></span> Den Pakistanern sei aber längst bekannt gewesen, daß es sich um deutsche Agenten handle, berichten unter anderem Spiegel Online und die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf pakistanische Geheimdienstkreise. Es werde ver­mutet, daß die Drei Informationen an US-Dienste geliefert haben könnten und daher festgenommen wurden. Die Beziehung zwischen den USA und Pa­kistan ist seit Monaten extrem an­gespannt, obwohl man offiziell noch verbündet ist. Die drei Deutschen sind mittlerweile in die Heimat zurück­gekehrt. Bei einem Betroffenen soll es sich um einen Bundeswehr-Oberst mit Spionageerfahrung aus Bosnien handeln. Berlin bleibt bei der Darstellung, es handle sich lediglich um Diplo­maten, und wirft Pakistan einen Verstoß gegen das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen vor. Peschawar liegt in der Grenzregion zu Afghanistan und gilt als Rückzugsort für Taliban und re­ligiöse Extremisten. Das Gebiet ist für westliche Geheimdienste daher sehr interessant.</p>
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		<title>Extremer Sparkurs beim US-Militär</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 08:00:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[WASHINGTON. Das US-Militär muß im kommenden Jahrzehnt knapp eine halbe Billion Dollar einsparen. Entsprechende Pläne legte US-Vertei­digungsminister Leon Panetta vor. Allein der Umfang der Truppen soll um mindestens acht Brigaden und damit rund 100.000 Soldaten reduziert werden – davon 20.000 Marineinfanteristen. Auch beim Material muß erheblich gestrichen werden, wovon besonders der Flugzeugpark betroffen sein wird. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WASHINGTON. Das US-Militär muß im kommenden Jahrzehnt knapp eine halbe Billion Dollar einsparen. Entsprechende Pläne legte US-Vertei­digungsminister Leon Panetta vor. Allein der Umfang der Truppen soll um mindestens acht Brigaden und damit rund 100.000 Soldaten reduziert werden – davon 20.000 Marineinfanteristen. Auch beim Material muß erheblich gestrichen werden, wovon besonders der Flugzeugpark betroffen sein wird. <span id="more-532"></span>Etwa 100 Transportmaschinen der Typen C-5A Galaxy und C-130 Hercules sollen ausgemustert werden. Zudem verzichten die USA auf die Neubeschaffung von Flugzeugen des Typs C-27J Spartan. Auch sieben Kriegsschiffe werden außer Dienst gestellt. Das Pentagon versichert, daß es dennoch keine Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit der US-Streitkräfte geben werde. Immerhin stehen dem Militär 2012 noch 531 Milliarden Dollar zur Verfügung, 2013 sollen es sechs Milliarden weniger sein. Qua­lität sei wichtiger als die Quantität, erklärte US-Generalstabschef Martin Dempsey und bekräftigte: „Egal wie, die US-Militärmaschinerie ist weiter imstande, jeden Krieg zu gewinnen.“</p>
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