Archiv für die Kategorie „Waffentechnik“

Erste Patriot-Raketen in Polen

Montag, 21. Juni 2010

Patriot-RaketenZum ersten Mal in der Geschichte Polens sind dort US-Raketen vom Typ Patriot angeliefert worden. Sie sollen auf dem polnischen Stützpunkt Morag (Mohrungen) in Ostpreußen unweit der russischen ­Exklave Kaliningrad (Königsberg) stationiert werden. Nach Ankunft der Boden-Luft-Raketen habe die US-Armee begonnen, 37 Eisenbahnwaggons zu entladen, teilte die US-Botschaft in Warschau mit. Demnach sollen 100 bis 150 normalerweise im deutschen Kaiserslautern stationierte US-Soldaten die Raketen warten und polnische Soldaten mit den Waffen vertraut machen. Die Kleinstadt Mohrungen ist nur 60 Kilometer von Königsberg entfernt. Polen hatte wiederholt betont, daß der Ort wegen seiner guten Infrastruktur als Standort für die US-Raketen ausgewählt worden sei – und nicht aus politischen oder strategischen Gründen. Die USA und Polen hatten im Dezember 2009 ein Abkommen über die Stationierung von Patriot-Raketen und US-Soldaten in dem osteuropäischen Land unterzeichnet. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama hatte zuvor den Verzicht auf ein von seinem Amtsvorgänger George W. Bush geplantes Raketenabwehrsystem in Polen und Tschechien erklärt. Dafür kündigte sie ein flexibleres System an, das sich auf die Abwehr iranischer Kurz- und Mittelstreckenraketen konzentrieren soll. Rußland hatte den ursprünglich geplanten Raketenschild wiederholt als Bedrohung für die eigene Sicherheit kritisiert und zwischenzeitlich mit der Stationierung von Iskander-Raketen in Königsberg gedroht.

Wächter auf dem Wasser

Montag, 21. Juni 2010

dmz-76-1Das USV-Schnellboot „Protector“

Mit dem Anschlag auf den US-Zerstörer „Cole“ in der jemenitischen Hafenstadt Aden im Oktober 2000 wurde deutlich, daß auch modernste Kriegsschiffe – selbst wenn sie in einem „sicheren“ Hafen liegen – durch unkonventionelle Angriffsmethoden stark gefährdet sind. Obwohl zum Zeitpunkt des Anschlages für die Besatzung der „Cole“ die mittlere Alarmstufe BRAVO (bewaffnete Soldaten sichern dabei das Deck) ausgegeben war, konnte ein mit Sprengstoff beladenes und von zwei Terroristen gesteuertes ziviles Schlauchboot ungehindert an das Schiff heranfahren. Die Wucht der Detonation riß in Höhe des Maschinenraums ein neun mal zwölf Meter großes Loch in den Rumpf. Dabei wurden 19 Menschen getötet und 39 weitere verletzt. Der Schaden war so groß, daß die „Cole“ ihre Mission (Geleitschutz für den Flugzeugträger USS „George Washington“) abbrechen mußte und in die USA zurückgebracht wurde. Die Kosten für Überführung und Reparatur beliefen sich auf insgesamt 250 Millionen US-Dollar. (weiterlesen…)

Leise Feindfahrt

Montag, 21. Juni 2010

dmz-76-2Drei große „Elektro“-Boote liefen 1945 noch aus

Sie kamen zu spät, aber sie gehörten, ebenso wie die weltweit aufsehenerregenden V2-Raketen und die vielfach gepriesenen ersten Düsenjäger Me 262, zu den legendären deutschen Wunderwaffen: Die fortschrittlichen, für den totalen Unterwasserkrieg entwickelten U-Boote des Typs XXI, die ab April 1944 im Eiltaktverfahren in Großserien auf den Großwerften trotz permanenter angloamerikanischer Bombenbedrohung aufgelegt wurden und von denen ein Jahr später 118 Boote – ursprünglich sollten 38 davon monatlich an die Kriegsmarine abgeliefert werden – von der U-Bootwaffe indienstgestellt und zügig auf ihren Einsatz vorbereitet waren. (weiterlesen…)

Militärische Leckerbissen

Montag, 21. Juni 2010

dmz-76-3Deutsche Militärfahrzeuge in Holland

Geschichtliche Begebenheiten gewinnen einen eigentümlichen Reiz, wenn wir die Örtlichkeit kennen, wo sie stattgefunden haben“, soll der preußische Generalfeldmarschall Helmut von Moltke einmal gesagt haben. Wer diese Erfahrung sammeln möchte, für den lohnt sich der Weg in das nur wenige Kilometer westlich der deutsch-niederländischen Grenze gelegene Overloon. Hier befindet sich das „Nationale Kriegs- und Widerstandsmuseum“ der Niederlande. Es hat eine bemerkenswerte Geschichte. Im Mai des Jahres 1946 hatte ein Gründungskomitee aus dem Dorf Overloon mit dem Aufbau der Ausstellung begonnen. Erklärte Absicht war es, damit an die heftige Schlacht zu erinnern, die in der Zeit vom 24. September bis zum 16. 0ktober 1944 in dem Gebiet zwischen Overloon und Venray zwischen alliierten und deutschen Truppen stattgefunden hat. Sie war unmittelbare Folge der Bildung des sogenannten „Holland-Korridors“ Eindhoven-Nimwegen durch die 2. britische Armee am 17. September 1944 (Operation „Market Garden“). Die hohen Erwartungen der Alliierten erfüllten sich jedoch nicht. Den deutschen Truppen gelang es, die Abwehrfront zwischen Nimwegen und Venlo zu stabilisieren. „Market Garden“, die Luftlandeoperation amerikanischer, britischer und polnischer Verbände bei Arnheim und Nimwegen, scheiterte. Die deutsche Verteidigung entlang der Reichsgrenze hielt stand. (weiterlesen…)

Das neue Raubtier der Bundeswehr

Mittwoch, 14. April 2010
Der Puma bietet eine variable Einheitsplattform – eine weitere Nutzung als Berge-, Transport- oder Flugabwehrpanzer nach dem neuen Beschaffungsplan der Bundeswehr ist daher möglich.

Der Puma bietet eine variable Einheitsplattform – eine weitere Nutzung als Berge-, Transport- oder Flugabwehrpanzer nach dem neuen Beschaffungsplan der Bundeswehr ist daher möglich.

Schützenpanzer „Puma“: Effizientester Schützenpanzer der Welt

Jede moderne Armee der Welt stützt sich auf seine drei Säulen: Marine, Luftwaffe und Heer. Bei der Bundeswehr wird letztere als größte Teilstreitkraft im wesentlichen durch Panzergrenadier- und Jäger-Verbände gestellt. Basierend auf den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges, gehen die Grenadiereinheiten bevorzugt im Verbund mit dem Kampfpanzer „Leopard“ gegen feindliche Kräfte vor. Für ihr schnelles und flexibles Vorgehen dient den Grenadieren seit 1971 der Schützenpanzer „Marder“ als Gefechtsfahrzeug und Mutterschiff. (weiterlesen…)

Warzenschwein im Einsatz

Donnerstag, 4. Februar 2010
Warzenschwein. Der „Bronco“ ATTC ist vielseitig einsetzbar. Die hier gezeigte Variante zeigt das Fahrzeug mit einem 120 mm-Minenwerfersystem von ST Kinetics ausgerüstet

Warzenschwein. Der „Bronco“ ATTC ist vielseitig einsetzbar. Die hier gezeigte Variante zeigt das Fahrzeug mit einem 120 mm-Minenwerfersystem von ST Kinetics ausgerüstet

Geländegängiger Kettentransporter aus Singapur

Der weltweite Einsatz der Streitkräfte, um die verschiedensten Kriegs- und Friedensmissionen zu erfüllen, stellt an das Material höchste Anforderungen. Der Einsatz muß in der Wüste wie in Schnee und Eis, im unwegsamen Flußgelände wie in den Bergen gewährleistet sein.

Der „Warthog“ („Warzenschwein“ – die Bezeichnung des englischen Verteidigungsministeriums für das Fahrzeug) ist ein solcher Alleskönner. Der gepanzerte Kettentransporter wird derzeit als Ersatz für den Wiking an die britischen Streitkräfte ausgeliefert – und erhöht so nicht nur den Schutz für die Soldaten, sondern auch die Transportkapazität. Entwickelt wurde der Transporter in Singapur, wo er seit 2001 in den Streitkräften genutzt wird. (weiterlesen…)