Auf einem Soldatenfriedhof im Elsaß haben unbekannte Täter 95 deutsche Kriegsgräber geschändet. Wie eine Sprecherin in der Präfektur in Colmar mitteilte, wurden auf dem Friedhof im südelsässischen Guebville Kreuze zerbrochen und umgekippt. Die Tat sei von einer Frau entdeckt worden, die mit ihrem Hund spazieren ging. Auf einem Grab sei eine „beleidigende Inschrift“ gefunden worden, sagte die Sprecherin weiter. Auf ihm stand laut einem Photographen der Nachrichtenagentur AFP das Wort „Hurenrasse“. Der Präfekt des Departements Oberelsaß, Pierre-Andre Peyvel, will den Friedhof besuchen, er war während des Ersten Weltkrieges eingerichtet worden. Bestattet sind dort deutsche und französische Soldaten aus beiden Weltkriegen. Nach Auskunft des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ruhen 1.238 gefallene Deutsche auf dem Friedhof. Während des Ersten Weltkrieges gehörten das Elsaß und Ostlothringen noch zum Deutschen Kaiserreich. Somit kämpften auch Elsässer und Lothringer in deutscher Uniform. Nach der Niederlage Deutschlands kam die Grenzregion zu Frankreich.
95 deutsche Kriegsgräber geschändet
21. Juni 2010Erste Patriot-Raketen in Polen
21. Juni 2010
Zum ersten Mal in der Geschichte Polens sind dort US-Raketen vom Typ Patriot angeliefert worden. Sie sollen auf dem polnischen Stützpunkt Morag (Mohrungen) in Ostpreußen unweit der russischen Exklave Kaliningrad (Königsberg) stationiert werden. Nach Ankunft der Boden-Luft-Raketen habe die US-Armee begonnen, 37 Eisenbahnwaggons zu entladen, teilte die US-Botschaft in Warschau mit. Demnach sollen 100 bis 150 normalerweise im deutschen Kaiserslautern stationierte US-Soldaten die Raketen warten und polnische Soldaten mit den Waffen vertraut machen. Die Kleinstadt Mohrungen ist nur 60 Kilometer von Königsberg entfernt. Polen hatte wiederholt betont, daß der Ort wegen seiner guten Infrastruktur als Standort für die US-Raketen ausgewählt worden sei – und nicht aus politischen oder strategischen Gründen. Die USA und Polen hatten im Dezember 2009 ein Abkommen über die Stationierung von Patriot-Raketen und US-Soldaten in dem osteuropäischen Land unterzeichnet. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama hatte zuvor den Verzicht auf ein von seinem Amtsvorgänger George W. Bush geplantes Raketenabwehrsystem in Polen und Tschechien erklärt. Dafür kündigte sie ein flexibleres System an, das sich auf die Abwehr iranischer Kurz- und Mittelstreckenraketen konzentrieren soll. Rußland hatte den ursprünglich geplanten Raketenschild wiederholt als Bedrohung für die eigene Sicherheit kritisiert und zwischenzeitlich mit der Stationierung von Iskander-Raketen in Königsberg gedroht.
Wächter auf dem Wasser
21. Juni 2010
Das USV-Schnellboot „Protector“
Mit dem Anschlag auf den US-Zerstörer „Cole“ in der jemenitischen Hafenstadt Aden im Oktober 2000 wurde deutlich, daß auch modernste Kriegsschiffe – selbst wenn sie in einem „sicheren“ Hafen liegen – durch unkonventionelle Angriffsmethoden stark gefährdet sind. Obwohl zum Zeitpunkt des Anschlages für die Besatzung der „Cole“ die mittlere Alarmstufe BRAVO (bewaffnete Soldaten sichern dabei das Deck) ausgegeben war, konnte ein mit Sprengstoff beladenes und von zwei Terroristen gesteuertes ziviles Schlauchboot ungehindert an das Schiff heranfahren. Die Wucht der Detonation riß in Höhe des Maschinenraums ein neun mal zwölf Meter großes Loch in den Rumpf. Dabei wurden 19 Menschen getötet und 39 weitere verletzt. Der Schaden war so groß, daß die „Cole“ ihre Mission (Geleitschutz für den Flugzeugträger USS „George Washington“) abbrechen mußte und in die USA zurückgebracht wurde. Die Kosten für Überführung und Reparatur beliefen sich auf insgesamt 250 Millionen US-Dollar. Diesen Beitrag weiterlesen »
Leise Feindfahrt
21. Juni 2010
Drei große „Elektro“-Boote liefen 1945 noch aus
Sie kamen zu spät, aber sie gehörten, ebenso wie die weltweit aufsehenerregenden V2-Raketen und die vielfach gepriesenen ersten Düsenjäger Me 262, zu den legendären deutschen Wunderwaffen: Die fortschrittlichen, für den totalen Unterwasserkrieg entwickelten U-Boote des Typs XXI, die ab April 1944 im Eiltaktverfahren in Großserien auf den Großwerften trotz permanenter angloamerikanischer Bombenbedrohung aufgelegt wurden und von denen ein Jahr später 118 Boote – ursprünglich sollten 38 davon monatlich an die Kriegsmarine abgeliefert werden – von der U-Bootwaffe indienstgestellt und zügig auf ihren Einsatz vorbereitet waren. Diesen Beitrag weiterlesen »
Militärische Leckerbissen
21. Juni 2010
Deutsche Militärfahrzeuge in Holland
Geschichtliche Begebenheiten gewinnen einen eigentümlichen Reiz, wenn wir die Örtlichkeit kennen, wo sie stattgefunden haben“, soll der preußische Generalfeldmarschall Helmut von Moltke einmal gesagt haben. Wer diese Erfahrung sammeln möchte, für den lohnt sich der Weg in das nur wenige Kilometer westlich der deutsch-niederländischen Grenze gelegene Overloon. Hier befindet sich das „Nationale Kriegs- und Widerstandsmuseum“ der Niederlande. Es hat eine bemerkenswerte Geschichte. Im Mai des Jahres 1946 hatte ein Gründungskomitee aus dem Dorf Overloon mit dem Aufbau der Ausstellung begonnen. Erklärte Absicht war es, damit an die heftige Schlacht zu erinnern, die in der Zeit vom 24. September bis zum 16. 0ktober 1944 in dem Gebiet zwischen Overloon und Venray zwischen alliierten und deutschen Truppen stattgefunden hat. Sie war unmittelbare Folge der Bildung des sogenannten „Holland-Korridors“ Eindhoven-Nimwegen durch die 2. britische Armee am 17. September 1944 (Operation „Market Garden“). Die hohen Erwartungen der Alliierten erfüllten sich jedoch nicht. Den deutschen Truppen gelang es, die Abwehrfront zwischen Nimwegen und Venlo zu stabilisieren. „Market Garden“, die Luftlandeoperation amerikanischer, britischer und polnischer Verbände bei Arnheim und Nimwegen, scheiterte. Die deutsche Verteidigung entlang der Reichsgrenze hielt stand. Diesen Beitrag weiterlesen »
Bunkerwelten entdecken
14. April 2010

Imposante Ausstellungsstücke: Diese Fliegerbombe der Alliierten wurde auf dem Gelände des Fliegerhorstes gefunden und wird nun der Öffentlichkeit präsentiert.
In Tutow entsteht derzeit ein privates Militärmuseum
Nach dem Zweiten Weltkrieg war nicht mehr viel zu sehen vom Örtchen Tutow in Mecklenburg-Vorpommern. Der Grund: Tutow gehörte spätestens ab 1943 zu den Zielen der strategischen Bomberverbände der Alliierten. Seit Beginn der 1930er Jahre befand sich dort der Fliegerhorst Tutow – einer der modernsten überhaupt. Dort wurde der Fliegernachwuchs der deutschen Wehrmacht ausgebildet. Für die jungen Flieger hatte der Fliegerhorst jede Menge zu bieten: Für deren Freizeitgestaltung standen ein Stadion, eine Schwimmhalle, eine Turnhalle, eine Kegelbahn, ein Tennisplatz, ein Schießstand und eine große Bibliothek mit Lesesaal zur Verfügung. Diesen Beitrag weiterlesen »
Indische Streitkräfte wollen Chili als Waffe
14. April 2010Gauhati. Im Kampf gegen den Terror wollen die indischen Streitkräfte eine neue Waffe einsetzen: die schärfste Chili-Schote der Welt. Nach eingehenden Tests hat man sich entschieden, aus der „Bhut Jolokai“, dem sogenannten „Geisterchili“ tränengasartige Granaten zu fertigen, um Verdächtige außer Gefecht zu setzen, erklärte das indische Verteidigungsministerium. Die „Bhut Jolokai“ wurde 2007 als schärfste Chili-Schote ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen. Sie wird im Nordosten Indiens angebaut und dort auch wegen ihres Aromas oder gegen die Sommerhitze gegessen. Ihre Schärfe beträgt mehr als eine Million Scoville-Einheiten, der wissenschaftlichen Maßeinheit für Schärfe. Diesen Beitrag weiterlesen »
Das neue Raubtier der Bundeswehr
14. April 2010
Der Puma bietet eine variable Einheitsplattform – eine weitere Nutzung als Berge-, Transport- oder Flugabwehrpanzer nach dem neuen Beschaffungsplan der Bundeswehr ist daher möglich.
Schützenpanzer „Puma“: Effizientester Schützenpanzer der Welt
Jede moderne Armee der Welt stützt sich auf seine drei Säulen: Marine, Luftwaffe und Heer. Bei der Bundeswehr wird letztere als größte Teilstreitkraft im wesentlichen durch Panzergrenadier- und Jäger-Verbände gestellt. Basierend auf den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges, gehen die Grenadiereinheiten bevorzugt im Verbund mit dem Kampfpanzer „Leopard“ gegen feindliche Kräfte vor. Für ihr schnelles und flexibles Vorgehen dient den Grenadieren seit 1971 der Schützenpanzer „Marder“ als Gefechtsfahrzeug und Mutterschiff. Diesen Beitrag weiterlesen »
Stalins “iranischer Korridor” 1942
14. April 2010
Stalin unter Druck: Deutsche Soldaten rücken 1942 immer weiter in den Kaukasus vor, die Sowjetunion ist dringend auf Lieferungen der westlichen Verbündeten angewiesen. Den Iran durchlaufen mittlerweile jeden Tag 2.000 Transporte.
Spielball der Großmächte
Der Iran gehört nicht erst seit heute zu den geopolitischen Brennpunkten des Globus. Bereits während des Zweiten Weltkrieges geriet das damals neutrale Land massiv unter Druck seitens der Alliierten – und wurde besetzt. Der „iranische Korridor“ sollte Stalins Sowjetunion den Nachschub aus Großbritannien und den USA sichern.
Am 18. Dezember 2009 gab Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad beim Kopenhagener Klimagipfel eine Pressekonferenz, deren Inhalte in der Berichterstattung westlicher Medien bezeichenderweise kaum einen Niederschlag fanden. Ahmadinedschad forderte nämlich Wiedergutmachungszahlungen für die Schäden, die der Iran im Zweiten Weltkrieg erlitten hätte. Die Staaten, die den Krieg gewonnen hätten, fügten dem Iran immensen Schaden zu, als sie das Land besetzten und sich seiner Ressourcen bedienten, betonte der iranische Präsident. Diesen Beitrag weiterlesen »
Der Reiter von Windhuk
14. April 2010
Deutsches Schutztruppendenkmal steht wieder
Der Reiter von Windhuk steht wieder. Etwa hundert Meter vom alten Standort entfernt hält er nun vor der Alten Feste über der Hauptstadt Wacht. Im nicht gerade an Denkmälern reichen Namibia gehört er zu den bekanntesten und beliebtesten Fotomotiven. Täglich posieren Touristen aus aller Welt in seinem Schatten, und mehrmals im Jahr treffen sich Vertreter der deutschen Minderheit zu seinen Füßen, als einem Symbol ihrer deutsch-südwester Identität. Daß er noch so dasteht, wie er im Jahre 1912 am Geburtstag des deutschen Kaisers Wilhelm II. (27. Januar) eingeweiht wurde, ist schon ein kleines Wunder, denn die Worte: „Der eherne Reiter der Schutztruppe, der von dieser Stelle aus in das Land blickt, verkündet der Welt, daß wir hier die Herren sind und bleiben werden“ des damaligen Gouverneurs Dr. Theodor Seitz wurden schneller von der Wirklichkeit eingeholt, als es sich irgendjemand hatte träumen lassen. Diesen Beitrag weiterlesen »






