Foto: 1x Bundeswehr/Winkler, 1x Schweizer Armee, 1x DMZ-Archiv

Export des T-50

15. Januar 2013

MOSKAU. Rußland wird sein hochmodernes Mehrzweckflugzeug T-50 voraussichtlich schon ab 2020 für den Export freigeben. Dies erklärte der russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow. Demnach sei das Ausfuhrkonzept bereits weitestgehend erarbeitet. Auch die technischen Daten der Exportmodifikationen stünden größtenteils fest, so daß die Exportvariante spätestens 2020 in Serienproduktion gehen könne. Das Flugzeug des Herstellers Suchoi hat erst 2010 seinen Erstflug absolviert und befindet sich derzeit noch in der Testphase. Die russische Luftwaffe soll ab 2016 mit den ersten T-50-­Maschinen ausgestattet werden. Das Mehrzweckflugzeug soll künftig den Kern der russischen Luftstreitkräfte bilden.

NATO: Mehr Geld für Verteidigung!

15. Januar 2013

BRÜSSEL. 180 Milliarden Euro haben die EU-Mitglieder 2011 für Verteidigungszwecke ausgegeben. Im Durchschnitt lagen die Rüstungsausgaben damit bei 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Viel zu wenig, meint NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. In einer Rede vor Verteidigungsministern aus 28 NATO-Mitgliedstaaten plädierte er für größere finanzielle Anstrengungen: „Wir müssen deutlich machen: Sobald unsere Wirtschaft sich wieder erholt, müssen wir unsere Investitionen in die Verteidigung wieder erhöhen.“ Schließlich sei Sicherheit die Grundlage des Wohlstands. Die USA geben als Spitzenreiter fünf Prozent ihres BIP für Militärzwecke aus.

USA rüsten für den „Cyber“-Krieg

19. Dezember 2012

WASHINGTON. In den Vereinigten Staaten wächst die Angst vor Attacken über das Internet auf Behörden und Institutionen. „Eine Cyber-Attacke durch Staaten oder gewaltbereite Extremisten könnte so zerstörerisch wie 9/11 sein“, befürchtet US-Verteidigungsminister Leon Panetta. Für solche Fälle hat das Pentagon jetzt neue Einsatzrichtlinien entwickelt. Sie sehen vor, daß die Armee in einem „Cyber“-Krieg die Initiative übernehmen soll, also zu einem „Erstschlag“ fähig ist. Panetta hat als früherer CIA-Chef mit solchen Operationen bereits Erfahrung.

Schwedische Kampfflugzeuge für die Schweiz?

14. Dezember 2012

ZÜRICH. Die Schweizer Regierung will ihre Luftwaffe modernisieren. In den kommenden Jahren sollen die 54 alten F-5-„Tiger“-Kampfflugzeuge durch 22 „Gripen“ E des schwe­dischen Herstellers Saab ersetzt werden. Die „Tiger“ erfüllen die tech­nologischen Mindestanforderungen für den Luftpolizeidienst nicht mehr, heißt es. Bei der Entscheidung für das schwedische Modell waren finanzielle Erwägungen ausschlag­gebend, obwohl Alternativen wie die französische Dassault „Rafale“ technisch mehr überzeugten. Der Bundesrat (Schweizer Regierung) nennt jedoch den eigenen Beschluß „richtungsweisend: Auch bei anderen künftigen Beschaffungen wird es darum gehen, auf technische Maximallösungen zu verzichten, wenn sie das finanzielle Gleichgewicht der Armee gefährden“. Ab Mitte 2018 sollen die Flugzeuge geliefert werden. Finanziert werden soll die Beschaffung über einen Fonds, der aus dem regulären Haushalt der Armee zu speisen wäre. In trockenen Tüchern ist das Geschäft allerdings noch nicht. Sozialdemokraten und Grüne haben bereits angekündigt, ein Referendum zu beantragen. In diesem Fall entscheidet dann das Volk, ob die schwedischen Kampfflugzeuge angeschafft werden können.

Raubkatze „Serval“

12. Dezember 2012

Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeug des Kommando Spezialkräfte
Als im Jahr 2002 die ersten Erfahrungen aus dem ISAF-Einsatz in Afghanistan vorlagen und aus­gewertet werden konnten, erwies sich, daß ausgerechnet das deutsche Kommando Spezialkräfte (KSK) nicht über ein adäquates Fahrzeug für den Einsatz verfügte. Für die Eliteeinheit war dies ein großer Nachteil, dringendes Handeln war unbedingt geboten. Das KSK meldete ­geeignete Mehrzweckfahrzeuge als einsatzbedingten ­Sofortbedarf an.
Diese Fahrzeuge mußten schnellstmöglich beschafft werden, denn die bisher vorhandenen Gefährte vom Typ „Wolf“ ESK (Einsatzfahrzeug Spezialisierte Kräfte) waren für den Einsatz in Afghanistan völlig ungeeignet. Die Einsatzfähigkeit der Elitetruppe konnte überhaupt nur notdürftig aufrechterhalten werden, weil die verbündete US-Armee leihweise Fahrzeuge aus ihrem HMMWV-Bestand („Humvees“) zur Verfügung stellte. Allerdings erfüllten auch die „Humvees“ die Anforderungen des KSK nicht, denn vor allem in Hinblick auf Geländegängigkeit und Nutzlast legte die deutsche Spezialeinheit hohe Maßstäbe an.
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Gerüstet für die Krise

12. Dezember 2012

Die Schweiz rüstet sich für das EU-Chaos
Der Schweizer Armeechef André Blattmann weiß, wie man provoziert. In einem Vortrag vor der belgisch-schweizerischen Handelskammer sagte Blattmann, die Schuldenkrise in Europa und die damit einhergehende hohe Arbeitslosigkeit sei die größte Bedrohung für die Schweiz. Brüssel reagierte verschnupft auf Blatters Ausführungen. Die EU verstehe Blatters Bedenken nicht, alles sei doch bestens unter Kontrolle. Für „Desaster-Szenarien“ hat man in Brüssel kein Verständnis. EU-Kommissionssprecherin Pia Ahrenkilde hat zudem darauf hingewiesen, daß die EU „ein Friedensprojekt“ sei. Ahrenkilde  wörtlich: „Als das wurde sie kürzlich auch mit dem Friedensnobelpreis geehrt.“ Diesen Beitrag weiterlesen »

Panzer, marsch!

12. Dezember 2012

Historische Fahrzeugschau bei der WTD 41
Mit der direkt an der idyllischen Mosel gelegenen Stadt Trier wird neben einer der wichtigsten rö­mischen Städtegründungen auf keltisch-germanischem Gebiet ganz selbstverständlich auch eine lange militärische Tradition verbunden. Noch heute zeugen beeindruk­k­ende Bauwerke wie die Kaiserthermen und die Porta ­Nigra von einer Zeit, als römische Besatzungstruppen nach Unterjochung des einheimischen Stammes der ­Treverer die bedeutendste Garnisonstadt nördlich der ­Alpen errichteten.
Zu der mehr als 2.000jährigen Militärgeschichte ge­hören auch die Lebenserinnerungen eines Paul Ettighofer, der die „Gespenster am Toten Mann“ bei Verdun kennenlernen mußte, oder das Kriegserleben eines Werner Beumelburg, das er mit seinem Roman „Gruppe Bosemüller“ für die Nachwelt festhielt. Beide dienten während des Ersten Weltkriegs in Trierer Regimentern. Doch in die zahlreichen ehemaligen kaiserlichen Kasernengebäude sind zwischenzeitlich mittelständische Unternehmen und universitäre Einrichtungen eingezogen, und auf den einstigen Exerzierplätzen wurden Baumärkte und Einkaufszentren errichtet. Schon seit Jahrzehnten hat die Stadt an militärischer Bedeutung verloren. Diesen Beitrag weiterlesen »

Moderne Raketen

11. Dezember 2012
(Foto: Wikipedia/UMKH zzR/Gridge

(Foto: Wikipedia/UMKH zzR/Gridge

MOSKAU. Die russischen Streitkräfte werden 2013 drei weitere Divisionen der strategischen Raketentruppen mit neuen Raketensystemen der Typen „Jars“ und Topol-M ausrüsten. Zwei weitere Divisionen sollen sich ebenfalls auf eine entsprechende Um­rüstung vorbereiten. Bis Ende 2012 wurden bereits zwei Divisionen mit den hochmodernen Systemen der fünften Generation ausgestattet. Dies erklärte der Befehlshaber der strategischen Raketenabwehr, Generaloberst Sergej Karakajew.

Rüstungsexporte zurückgegangen

11. Dezember 2012

Deutschland hat 2011 Rüstungs­exporte im Wert von 5,4 Milliarden Euro genehmigt – fast 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies geht aus dem Mitte November von der Bundesregierung bestätigten Rüstungsexportbericht hervor. Gleichzeitig gingen die tatsächlichen Ausfuhren militärischer Güter allerdings stark zurück. Sie fielen von 2,12 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf nur noch 1,28 Milliarden Euro. Dennoch gilt Deutschland weiterhin als der drittgrößte Kriegswaffenlieferant weltweit. Unter den sogenannten „Drittländern“ waren im letzten Jahr Brunei, Singapur und der Irak die größten Empfänger deutscher Rüstungsgüter. Kritik kam erwartungsgemäß von der Opposition und den einschlägigen „antimilitaristischen“ Gruppierungen. „Munter exportiert die Bundesregierung weiter Kampfpanzer nach Saudi-Arabien und Katar und destabilisiert damit eine ohnehin instabile Region. Das ist kurzsichtig und unverantwortlich“, schimpfte Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin. Regierungssprecher Steffen Seibert wies die Kritik zurück.

Einsatz in Mali?

11. Dezember 2012
Angela Merkel (Foto: Wikipedia(Armin Linnartz

Angela Merkel (Foto: Wikipedia(Armin Linnartz

Die EU will einem Bericht der Bild zufolge mindestens 240 Soldaten in das von einem Aufstand erschütterte Mali entsenden. An dem Einsatz soll sich nach den Vorstellungen der EU auch die Bundeswehr betei­ligen. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) haben Deutschlands Bereitschaft zur Teilnahme an der Mis­sion bereits signalisiert. Der Norden des westafrikanischen Landes wird seit einem Staatsstreich von islamistischen Rebellen kontrolliert. Die internationale Mission soll bei der Ausbildung der malischen Armee helfen, damit diese die Lage militärisch wieder unter Kontrolle bringen kann. Das inter­nationale Kontingent soll sein Hauptquartier in der Hauptstadt Bamako aufschlagen und dort über 15 Mo­nate vier einheimische Kampfbataillone ausbilden. Der Bundeswehrverband kritisierte unterdessen den „unüberlegten und verantwortungslosen Einsatz“, der „Teil einer nur lückenhaften politischen Konzeption“ sei. Der stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes, André Wüstner, befürchtet „eine direkte Verwicklung in kriegerische Auseinandersetzungen“. Wie die Bild weiter berichtet, verfügen die Rebellen über Minen, Sturmgewehre, Panzerfäuste, Gra­naten und andere Waffen aus Beständen der libyschen Armee, die nach der Ermordung des libyschen Staatsoberhauptes Muammar al-Gadaffi islamistischen Gruppen, die dem Terrornetzwerk Al Kaida nahestehen, in die Hände gefallen sind.